6. Dezember 2011
Mindestens 74% der seit Mitte des 20. Jahrhunderts beobachteten Klimaerwärmung wurden durch menschliche Aktivitäten verursacht. Dies ist das schlagzeilenträchtige Resultat einer Studie von NFS Klima-Forscher Reto Knutti und Markus Huber von der ETH Zürich. Laut ihrer in der Fachzeitschrift "Nature Geoscience" veröffentlichten Arbeit ist es extrem unwahrscheinlich, dass natürliche Klimaschwankungen mehr als ein Viertel zum Temperaturanstieg beigetragen haben. Diese Resultate bestätigen früher gewonnene Erkenntnisse durch eine ergänzende und unabhängige Methode. Die Forscher schätzten den menschgemachten Anteil der Erwärmung durch eine Beurteilung des Energiegleichgewichts der Erde ab. Dabei kamen sie zum Schluss, dass die Treibhausgasemissionen seit 1950 zu einem Temperaturanstieg von rund 0.85°C geführt haben. Im selben Zeitraum haben Aerosole die Erde um rund die Hälfte dieser Zunahme abgekühlt. Bisher stützte sich die Forschung auf Klimamodelle, um menschlichen Aktivitäten als Grund für die globale Erwärmung nachzuweisen. Dabei verliess man sich darauf, dass die Modelle in der Lage sind, räumliche und zeitliche Erwärmungsmuster auf Grund verschiedener Ursachen korrekt zu simulieren. Die neuen Resultate beruhen nicht mehr auf dieser Annahme. Sie machen deshalb die Aussage, der Mensch sei für den jüngsten Temperaturanstieg verantwortlich, noch vertrauenswürdiger.
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9. – 14. September 2012, Centro Stefano Franscini, Monte Verità, Tessin, Schweiz
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